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Zimmerartige Situationen verlegen das Wohnen in den öffentlichen Raum. Sie werden durch jeweils zwei offene Wände aus Stahlrohren eingefasst, mit Vorhängen versehen, erhalten ein Sitz- oder Liegemöbel und diverse Accessoires, die für das Wohnen wichtig sind. Jeder Raum ist in einer anderen Farbe inszeniert und erhält eigens von Studierenden der Malerei angefertigte Bilder.

Johannes Gasteiner, Magda Kremsreiter, Nadia Raza

urban living room

PRIVAT UND ÖFFENTLICH

Können sie sich noch zurückerinnern an den Beginn der Pandemie, als die Umstellung ins Online passierte und als es noch hieß: „Ich lass meine Kamera aus, Datenschutzgründe“ oder man sich die Privacy Policy der Videokonferenzsoftwares noch durchgelesen hat, bevor man den ohnehin unumgänglichen Nutzungsbedingungen zustimmte?

Mittlerweile ist uns das völlig egal. Wir als Menschen sind transparent geworden. Die Grenze zwischen Privat und Öffentlich wurde von der Verlagerung des Realen ins Online nieder gestampft.Durch die ständige Erreichbarkeit schrumpfte die Privatheit auf ein Minimales. Und was ist schon noch privat? Sind wir doch mal ehrlich, das Internet hat Zugang zu all unseren Informationen und die Öffentlichkeit kann jederzeit auf all das zurückgreifen. Wir sitzen auf der Couch vor unserem Laptop und sind mit der ganzen Welt vernetzt.

Doch was passiert, wenn man ein Stück des privaten Raumes in die Öffentlichkeit holt - so ganz in die Realität - ohne den Schleier des künstlichen, virtuellen?