Mo., 07. Juni

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Linz

Urbanistik Seminar

die Architektur - Urbanistik Sabine Pollak

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Zeit & Ort

07. Juni 2021, 09:30 – 10:30

Linz, Urfahrmarkt 1, 4040 Linz, Österreich

Über die Veranstaltung

Von Agitprop bis Zabriskie Point Ein Glossar zu Aktivismus in Architektur Was können wir als Architektinnen und Planende noch ändern? Können wir Veränderung designen? Könnten wir eher an Strategien arbeiten, anstelle Objekte zu entwerfen? Können wir eine aktive Rolle einnehmen in der Zukunft für ein besseres Leben in unseren Städten und Landschaften? Aktionismus war im 20. Jahrhundert vor allem eine künstlerische Strategie. Die Soziale Skulptur (Joseph Beuys), Wiener Aktionismus, Happenings und Fluxus zeigten künstlerische Strategien abseits der traditionellen Kunstobjekte. Es gibt aber auch eine bestimmte Geschichte von Architektinnen und Planenden, die durchaus im Raum agierten wie Haus-Rucker-Co in den 1960ern, Coop Himmel(l)au und Missing Link in den 1970ern oder Raumlabor Berlin, Assemble oder MUF heute. Im Seminar wird ein Glossar entwickelt und diskutiert, das die Strategien von Aktivismus versammelt. Drei Input-Vorlesungen bieten ein gemeinsames Wissen über die wichtigsten Strategien, ergänzt durch Texte über urbanen Aktivismus. Danach entwickeln kleine Gruppen von Studierenden eine Form eines Aktivismus gegen oder für ein bestimmtes, selbst zu wählendes Thema in Linz. In den 1970ern installierten Haus-Rucker-CO die Nike von LInz, eine 7 Meter hohe Metalskulptur an der Fassade der Kunstuniversität Linz, was einen massiven Widerstand in der Linzer Bevölkerung auslöste. Was wäre eine heutige Installation, die die traditionelle Sicht der Stadt stören würde? Was könnte der Grund sein für einen Aktivismus in Linz? Wie könnte er in ein Projekt übersetzt werden? Wie können wir in der Stadt agieren, und mit welchen Mitteln? Z.B. mit einem Model eines Gebäudes, montiert auf einer Stange, mit dem wir gegen das Gebäude demonstrieren wie Jordi Colomer? Wie kann ein Protest in Raum übersetzt werden? Als Abschluss sollen Projekte im realen Raum als reale Aktion entwickelt werden. Im Falle eines Lockdowns wird dies digital erfolgen. Für Studierende, die nicht präsent sein können, kann die Abgabe auch digital erfolgen.

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